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Adventsgeschichten

Weihnachtsbaum

 – 3. Advent 2019 –

Warum wir am 3. Advent Weihnachten 2018 nachgeholt haben und warum Planungen dem Leben und der Liebe im Weg stehen können.

Adventsgeschichten

Heute war bei uns alles anders.

Laut Gutschein im Adventskalender meiner Mädels wäre heute “Schminken mit Mama” dran gewesen. Das wünschen sich die beiden schon sehr lange. Vorher wollte ich das Bad aufräumen und ausmisten, vielleicht ein paar Wäschen waschen, weil der Wäschekorb schon wieder überquillt. Und am Nachmittag wollten wir mit meiner Mutter den dritten Advent feiern – so wie immer.

Doch dann waren die Kinder innovativ. Und alles kam anders. Sie kamen auf die Idee, einen Weihnachtsbaum zu kaufen, was wir eigentlich an einem anderen Tag machen wollten. Gut, ich gebe zu, dass das noch nicht wirklich als innovativ durchgehen kann. Dass der Baum aber heute schon geschmückt werden soll, das war gemessen an unserer Familientradition schon etwas innovativ. Doch es wurde noch bunter: Denn die beiden wollten heute schon – am dritten Advent – die Kerzen anzünden und den Adventskranz kalt lassen. Die Kerzen an unserem Weihnachtsbaum, den wir übrigens Erwin getauft haben, sollten leuchten. Und all das sollte eine Überraschung für Oma sein.

Vor ein paar Jahren hätte all das nicht in meine Struktur gepasst. Ich wäre vielleicht sogar zu einem kleinen Rumpelstilzchen geworden. Schließlich hatte ich alles anders geplant und dafür meine Zeit investiert. Außerdem musste der Weihnachtsbaum immer genauso geschmückt sein, wie ich es schön fand. Heute war alles anders. Heute habe ich nur die Kerzenhalter positioniert, damit die Kinder wissen, wo kein Schmuck hängen darf. Und dann durften die Kinder schmücken, während mein Mann gearbeitet hat und ich mit dem Hund bei Sturm und strahlendem Sonnenschein eine große Runde gegangen bin.

Als ich nach Hause kam, war der Baum fertig geschmückt und die Weihnachtsleckereien standen schon bereit. Nun fehlte nur noch die Omima. Wir ließen uns nichts anmerken und führten sie ins Zimmer.

Meine Mutter stutzte, fing an “Oh Du Fröhliche” zu singen, strahlte und sagte: “Das ist jetzt mein Weihnachten 2018!” Wir schauten uns alle verwirrt an, bis sie das Rätsel löste: “Na, da war ich doch krank an Heiligabend. Und jetzt kann ich den Heiligen Abend 2018 am 3. Advent 2019 nachholen.”

Wir haben also heute Weihnachten 2018 gefeiert, die Kinder haben den Weihnachtsbaum geschmückt, ich habe nichts von dem gemacht, was ich heute tun wollte und bin trotzdem total glücklich, meine kleiner Tochter hat Weihnachtslieder angestimmt, die wir dann alle gesungen haben, die Große hat die Verantwortung für den Weihnachtsbaumschmuck und die “Schmückleitung” übernommen und meinem Mann kamen angesichts der leuchtenden Kerzen und dieser überaus entspannten und fröhlichen Mädels und Weiber kurz mal die Tränen. Auch das ist für einen Mann sicherlich innovativ, wenn auch nicht unbedingt für meinen. Denn der kennt sich mit Emotionen recht gut aus und lässt ihnen gerne freien Lauf.

Und die Moral von der Geschicht?
Gebe Deinen Plänen nicht so viel Gewicht!
Denn die schönsten Momente im Leben findet jenseits der Pläne statt…
Inmitten der schönsten Adventsgeschichten!

Sehr viel von dem, was ich für die letzten zwei Monate des Jahres geplant und mir gewünscht hatte, kam anders. Manches war nicht leicht verdaulich. Einiges hat mich stark ins Wanken gebracht. Gegen anderes hat sich mein ganzes Wesen gewehrt. Es war, als wenn mir in den letzten Wochen klar werden sollte: Kathrin, höre auf zu planen und fange an zu leben. Folge Deiner Intuition. Gehe ins Vertrauen. Sei dankbar für das, was da ist. Und bleibe dran an Deinen Träumen. Denke nicht so viel, sondern mach einfach. Folge Deinem Herzen und setze um, was gerade geht. Schritt für Schritt. Sensibel und stark.

So, wie sich dieser 3. Advent Schritt für Schritt zu dem schönsten Tag entwickelt hat, der er hätte sein können. Jenseits von Planungen, mit flexibilisierten Traditionen und in liebevoller Gemeinschaft – und das mitten in einer Situation, die sich noch Stunden zuvor wie Chaos pur angefühlt hat.

Danke, ihr wunderbaren Mädchen, dass ihr eure Herzen sprechen lasst, einen so starken Willen habt, eurer Kreativität freien Lauf lasst und mit eurer Begeisterung Adventsgeschichte(n) schreibt.

Und danke Erwin, dass Du unsere Kerzen hast leuchten lassen und mich heute in der Försterei in die Seite gepiekst hast. Sonst wärst Du mir vielleicht gar nicht aufgefallen. Und für Weihnachten 2018/2019 bist Du einfach der perfekte Baum…

Intuition trifft Planung: Wie Du Deine Zeit produktiv nutzt

Intuition und Planung passen wunderbar zusammen. In meine Arbeitsalltag nutze ich beides bewusst. Denn Planung hin oder her: Wenn es um Arbeit geht, können wir mit einiger Gewissheit davon ausgehen, dass wir nie wirklich fertig werden. Kaum ist eine Aufgabe erledigt, sind die nächsten bereits auf dem Tisch. Oder wir haben Ideen und Pläne, wie es weitergehen soll und sorgen selbst dafür, dass wir neue Aufgaben haben. Um da den Durchblick zu bewahren, reicht ein guter Plan oft nicht aus.
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