Hochsensibilität: Stärker fühlen und Stärken entfalten

Natürlich sensibel: Wegbegleitung und Gespräche in Hamburg und Umgebung

Sensibilität ist menschlich. Hochsensibilität auch. Menschen sind sensibel. Und das ist ganz natürlich. Doch was bedeutet es eigentlich höher sensibel zu sein? Und warum ist es so wichtig, das wir über unsere Sensibilität und Hochsensibilität sprechen?

Sensibilität und Stärke gehören zusammen

Was Hochsensibilität mit Stärke zu tun hat? Ganz einfach: Wenn wir dem Zarten keine Beachtung schenken, werden daraus harte Fakten. Gönnen wir uns keine Ruhe, sorgt unser Körper für Zwangspausen. Ohne Sensibilität geht jedem noch so starken Typen die Puste aus. Die gute Nachricht: Unsere Sensibilität ist ein kluger Wegweiser. Denn sie offenbart, was uns gut tut und was nicht.

Hochsensibilität – was ist das?

Doch was bedeutet es hochsensibel zu sein? Elaine N. Aron, die US-amerikanische Pionierin der HS-Forschung, ging lange davon aus, dass ca. 15-20 Prozent der Menschen eine höhere Wahrnehmung haben, offener sind für innere und äußere Reize und Informationen intensiver verarbeiten. Neuere Studien weisen nun darauf hin, dass menschliche Sensibilität normalverteilt und wir davon ausgehen können, dass bis zu 30 Prozent zu den höher sensiblen Menschen gehören. Hochsensible Menschen (HSM) fühlen sich meist seit ihrer Kindheit “anders”. Sie können schneller an ihre Grenzen stoßen als andere Menschen. Vor allem, wenn sie sich dauerhaft zu vielen Reizen aussetzen und ihrem Bedürfnis nach Pausen und Rückzug nicht nachgeben. Der durch permanente Reizüberflutung ausgelöste Dauerstress kann Selbstzweifel auslösen, die Leistungsfähigkeit einschränken oder krank machen. Hier sei angemerkt, dass auch Menschen, die wenig oder durchschnittlich sensibel sind durch dauerhafte Reizüberflutung in einer Dauerstressbelastung landen können. Denn jeder Mensch ist sensibel und jeder Mensch hat Grenzen. Bei HSM ist diese Grenze lediglich schneller erreicht.

Die starken Seiten der Sensibilität

Wie bei jedem Wesenszug gibt es neben den Herausforderungen auch wesentliche Stärken, die hochsensible Menschen mitbringen sowie beruflich und privat nutzen und einsetzen können. Sie haben eine differenzierte sensorische Wahrnehmung (5 Sinne), was eine ausgesprochen sinnliche Erfahrung sein kann, wenn es um Musik und Klänge, Geschmäcker, Düfte, Naturerfahrungen oder die körperliche Nähe geht. Darüber hinaus besitzen viele hochsensible Personen (HSP) ein hohes kreatives Potenzial. Sie spüren Unstimmigkeiten oder Fehler auf, haben ein Auge fürs Detail und behalten dabei gleichzeitig das Ganze im Blick. Sie besitzen hohe empathische Fähigkeiten, ein gutes soziales Verständnis, haben eine hohe Intuition und legen Wert auf tiefgründige Beziehungen. Ihr Gerechtigkeitssinn ist ausgeprägt und sie denken vernetzt und lösungsorientiert. In einer guten Arbeitsatmosphäre können sie sich lange  konzentrieren und an einer Sache dranbleiben. Ihr Anspruch an das Ergebnis ist ihrer Arbeit hoch. Die Offenheit für neue Erfahrungen macht sie neugierig und begeisterungsfähig. Wer intensive Emotionen, Tiefgründigkeit und reflektierende Gesprächen mag, dem empfehle ich Zeit mit wahrnehmungsstarken Menschen zu verbringen. Denn auch das sind Qualitäten, die wir in die Welt einbringen.

Hochsensibel – eine starke Erkenntnis!

Die Erkenntnis Hochsensibilität ist für zarte Menschen oft ein Wendepunkt. Das Verständnis für sich und andere ist von einem Moment auf den anderen geschärft. Es eröffnen sich neue Welten. Sie können Ihre eigene Geschichte neu reflektieren und bewerten. Dazu gehört nicht nur, die Herausforderungen zu kennen, sondern vor allem, sich die eigenen Stärken bewusst zu machen und Starkmacher fest in den Alltag zu verankern – der Schlüssel für ein sensibel starkes Leben.